Die besten Server werden erst durch intelligente Software zu dem, was sie sein sollten: zu hilfreichen Systemen inmitten eines Netzwerkes. Unterschiedliche Anforderungen verlangen unterschiedliche Lösungen, die wir in Ihrem Unternehmen einsetzen können:
Windows-ServerWindows-Server von Microsoft zählen im Bereich der Klein- und Mittelbetriebe zu jenen Systemen, die am weitesten verbreitet sind.
Sie decken die wesentlichen Funktionen ab, die ein Unternehmen für den Betrieb eines Fileservers (Datenservers) benötigt. So zum Beispiel gemeinsame Datenverwaltung auf einem Serverlaufwerk, gemeinsame Druckdienste für zentrale Drucker oder Benutzer- und Passwortverwaltung.
Im Vergleich zu Open-Source-Produkten (z.B. Linux) sind Windows-Server kostenpflichtig. Aufgrund der großen Verbreitung und der damit verbundenen Vielzahl an Benutzern sind die Kosten und die Risiken des Betriebes geringer. Wir empfehlen in den meisten Fällen Windows-Server.
Microsoft Small Business Server
Der Microsoft Small Business Server (SBS) ist eine eigene Version, die von Microsoft speziell für Klein- und Mittelbetriebe mit bis zu 75 Benutzern angeboten wird.
Der MS-SBS enthält neben dem Windows-Server auch noch einige andere Produkte von Microsoft. Zu den wichtigsten zählen der Microsoft Exchange-Server für die Verwaltung von Mails, Terminen und Kontakten, sowie ein Faxserver zum Versenden und Empfangen von Faxen und ein Internet-Proxyserver.
Linux-ServerLinux-Server erfüllen im wesentlichen dieselben Aufgaben und Funktionen wie Windows-Server. Linux ist als Open-Source-Produkt kostenlos erhältlich, wobei die Installation und Einrichtung als Dienstleistung verrechnet wird.
Linux-Systeme setzen sich in etlichen Bereichen durch (zum Beispiel als Firewalls oder integrierte Kassensysteme) und gelten als stabile und zuverlässige Lösungen.
Datenbank-ServerDaten werden oft als einzelne Dateien gespeichert (z.B. Word- oder Exceldateien). In Bereichen, wo es um die Verwaltung von Massendaten geht (z.B. Kundenverwaltungen), ist jedoch die Ablage der Daten in speziellen Datenbanksystemen vernünftiger.
Daten in solchen Datenbanksystemen werden komprimiert gespeichert und Suchvorgänge, auch bei Millionen von Datensätzen, dauern oft nur Sekundenbruchteile.
Bekannte Datenbankserver, die eingesetzt werden, sind der Microsoft SQL-Server, Oracle, ADS, DB4 von IBM oder Informix. Welche Datenbank verwendet wird, hängt in erster Linie von jener Software ab, die auf diese Daten zugreift.
Microsoft Analysis Services
Eine Spezialanwendung des Microsoft SQL-Servers sind die Analysis Services. Damit lassen sich Daten aus unterschiedlichen Quellen (z. B. Oracle, Access-Datenbank, Excel-Worksheet, MS-SQL-Datenbank) in einer übersichtlichen Datenbank zusammenfassen und nach benutzerdefinierten Kriterien einfach auswerten.
Groupware und KommunikationsserverAls Groupware oder Kollaborationssoftware werden Produkte bezeichnet, welche die Zusammenarbeit und die Kommunikation von Menschen erleichtern.
Einer der Hauptvertreter im Bereich der Klein- und Mittelbetriebe ist der Exchange-Server von Microsoft. In Zusammenarbeit mit MS-Outlook auf den einzelnen PC's verwaltet der Exchange-Server Mails- und Faxdaten, sowie Termine, Aufgaben und Kontakte.
Die Daten werden zentral gespeichert und sind so von jedem Arbeitsplatz aus oder sogar aus dem Internet verfügbar.
Erwähnt werden sollen auch noch die Groupware-Server von Ferrari Electronics und Tobit, die eine komplette Integration von Mail-, Fax- und Sprachkommunikation ermöglichen.
Virtuelle ServerAuf virtuellen Servern können mehrere Betriebssysteme gleichzeitig aktiv sein, um Clients zu bedienen. Virtuelle Server "teilen" somit einen einzigen Server in mehrere komplett unabhängige Server auf.
So kann in einem virtuellen Serverbereich z. B. ein Exchange-Server laufen, während in einem zweiten virtuellen Serverbereich ein Datenbankserver seine Dienste verrichtet.
Diese Möglichkeit des Serverbetriebs wurde geschaffen, um die Kapazitäten von Servern besser nutzen zu können. Gleichzeitig können solche Systeme die Gesamtkosten reduzieren.
Virtuelle Server sind für den Normalgebrauch in Klein- und Mittelbetrieben oft nicht nötig, da dort nicht so viele unterschiedliche Serveranwendungen gebraucht werden. Virtuelle Server können jedoch zum Beispiel für Rechenzentren interessant sein, welche Serversysteme einer Vielzahl an Kunden zur Verfügung stellen.
Gängige Produkte im Bereich der virtuellen Server sind der Microsoft Virtual Server oder VMWare.
Internet-ServerAm Markt stehen viele Internet-Server für unterschiedliche Aufgaben zur Verfügung. Die Palette reicht von Firewall-Systemen über Mailserver, Webserver u. dgl. mehr. Gerne finden unsere Spezialisten die richtigen Produkte für Sie.
Terminal-ServerBei normalen Serversystemen werden die Anwendungsprogramme auf den einzelnen PC's installiert, und diese PC's greifen auf die Daten des Servers zu.
Bei Terminalservern spielen die PCs nur noch eine untergeordnete Rolle. Die einzelnen Anwendungsprogramme sind am sogenannten Terminalserver installiert, der seinerseits wieder auf Daten eines Fileservers oder Datenbankservers zugreift.
Die Computer der Anwender loggen sich in diesen Terminalserver ein. Nach dem Einloggen stellt der Terminalserver jedem Benutzer einen virtuellen PC-Arbeitsplatz zur Verfügung, auf dem die einzelnen Programme ausgeführt werden.
Damit der Endbenutzer seine Eingaben am entfernten Terminalserver sieht, werden zu seinem lokalen Monitor nur noch die Bildschirminhalte übertragen. Der lokale Computer erfüllt somit die Funktion eines "Bildschirmterminals".
Zwar können auf diese Weise Kosten im Bereich der lokalen Computer gespart werden - allerdings sind auch mächtigere Serversysteme notwendig. Ob ein Terminalserversystem wirtschaftlich ist, kann ein Spezialist aufgrund der Kundenanforderungen feststellen.
AnwendungsserverEs gibt eine Vielzahl von Anwendungsservern, wobei hier einige aufgezählt sind:
Microsoft Sharepoint Server oder Sharepoint Services
Der Sharepoint Server und der kleinere Bruder, die Sharepoint Services, dienen der gemeinsamen Bearbeitung von Daten innerhalb von Arbeitsgruppen. Andererseits können damit auch Daten aus unterschiedlichen Datenquellen übersichtlich aufbereitet und dargestellt werden.
Im Idealfall können einzelne Mitarbeiter eine personalisierte Internetseite aufrufen, in der sie zum Beispiel jeden Tag die aktuellen Umsatzzahlen aus der Buchhaltung, die aktuellen Mails und Aufgaben, sowie alle Word-Dokumente sehen, die gerade für das aktuelle Projekt notwendig sind.
Microsoft Groove-Server
Mit dem Microsoft Groove-Server und Groove stellt Microsoft ein System zur Verfügung, mit dem Teams - sowohl innerhalb eines LAN-Systems als auch über das Internet - in Echtzeit gemeinsame Dokumente sowie Aktivitäten aufeinander abgestimmt bearbeiten und verwalten können.
Microsoft Live Communication Server
Mit dem Live Communication Server lassen sich über das Internet Online-Kommunikationsverbindungen mit Bild und Ton realisieren.
Geschäftsprozess-Server
Am Markt sind noch viele unterschiedliche Geschäftsprozess-Server verfügbar, die eine Erleichterung für Anwender darstellen. Als Beispiel seien hier Data Warehousing-Lösungen oder Spracherkennungsserver genannt.